FAQ Autismus und Praktikumssuche

Häufig erhalten wir Anfragen von Schüler*innen, Auszubildenden, Studierenden oder deren Eltern, die nach geeigneten Praktikumstellen für Autist*innen suchen. Die Vermittlung von Praktikumsplätzen ist nicht Teil unserer Arbeit, sodass wir nur begrenzt weiterhelfen können. Unser Berater Tim Redfern hat trotzdem die häufigsten Fragen und unsere Antworten dazu zusammen gestellt:

Frage: Gibt es eine Liste von Firmen, die Autist*innen für Praktika annehmen?
Grundsätzlich können alle Firmen, die Praktika anbieten, auch Autist*innen in Praktika aufnehmen. Genauso ist es bei beruflichen Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Eine spezielle Liste gibt es nicht.

Frage: Wie finde ich ein Praktikum, das für mich als Autist*in geeignet wäre?
Anstatt nach Firmen zu suchen, „die Autist*innen nehmen“, ist es ratsamer zu reflektieren, wo die individuellen Interessen, Stärken und Bedürfnisse liegen und sich auf Stellen bewerben, die hierzu passen könnten. Viele Firmen interessieren sich besonders für Praktikant*innen, deren Spezialinteressen mit dem Arbeitsbereich der Firma in Verbindung stehen. So kann das Praktikum die Möglichkeit bieten auszuprobieren, ob eine spätere Berufstätigkeit, das mit dem Spezialinteresse in Verbindung steht, erstrebenswert ist oder nicht. Gleichzeitig sind Praktika aber auch dafür da sich auszuprobieren und unbekannte Arbeitsbereiche kennen zu lernen. Grundsätzlich kommen also alle Arbeitsbereiche und Unternehmen in Frage.

Frage: Vermittelt Diversicon Praktika für Autist*innen?
Nein. Grundsätzlich vermitteln wir keine Praktika, weder durch unsere Beratungsstelle noch durch unsere Kurs- und Coaching-Angebote.

Frage: Soll ich in meiner Bewerbung erwähnen, dass ich Autist*in bin?
Auf dieser Frage gibt es keine einfache Antwort. Für manche Autist*innen stellt Autismus einen essenziellen Teil ihrer Identität dar, womit sie sehr offen umgehen, sowohl in Praktika und berufliche Tätigkeiten als auch im sozialen Umfeld. Demgegenüber gibt es viele Autist*innen, die die Diagnose als höchstprivate und persönliche Informationen betrachten und sprechen nur mit gut vertrauten Personen darüber. In beiden Fällen gibt es kein Richtig oder Falsch. Im Endeffekt muss der Bewerber oder die Bewerberin selber entscheiden, wie er/sie mit der Diagnose umgehen möchte. Eltern, Lehrerkräfte und weitere unterstützende Personen sollten deswegen respektieren, wenn ein Kind oder Jugendliche*r die Diagnose nicht in einer Bewerbung oder Praktikum offenlegen möchte.

Frage: Bietet Diversicon Coaching während eines Praktikums an? Oder Bewerbungsbegleitung für die Praktikumssuche?
Unsere Jobcoaching-Angebote können von staatlichen Kostenträgern nur finanziert werden, wenn es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Ausbildung handelt, oder in manche Fälle während einer Umschulung. Dies ist für Praktikant*innen nicht möglich. Allerdings können Praktikant*innen ein Coaching privat finanzieren.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Praktikumssuche!

Bei weiteren Fragen können Sie gerne unser kostenfreies Beratungsangebot in Anspruch nehmen:

Sprechzeiten
Montag 10:00 – 12:30 Uhr
Mittwoch 14:00 – 16:30 Uhr

Telefonnummer: 030-235 279 98
Ansprechpartner: Tim Redfern

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